Wohnraumzweckentfremdung in Köln

Zuletzt aktualisiert am 11. September 2020, 08:35 Uhr

Im Folgenden fassen wir für Sie die Regelungen zur Zweckentfremdung in Bezug auf Wohnen auf Zeit in Köln zusammen.

Wie ist die Zweckentfremdung in Köln geregelt?

Auf Grundlage des Wohnungsaufsichtsgesetzes von Nordrhein-Westfalen (§ 10 WAG NRW) regelt die Satzung zum Schutz und Erhalt von Wohnraum in Köln (Wohnraumschutzsatzung) das Verbot der Zweckentfremdung von Wohnraum. Sie gilt seit ihrer Neufassung 2019 für Wohnraum insgesamt, das heißt nicht nur für Miet- und Genossenschaftswohnungen, sondern auch für Einfamilienwohnhäuser und Eigenheime mit und ohne Einliegerwohnung oder zweiter Wohnung sowie für Eigentumswohnungen. In ihrer derzeitigen Fassung ist die Wohnraumschutzsatzung bis zum 30. Juni 2024 gültig. 

Welche Regelungen gelten in Köln für möbliertes Wohnen auf Zeit?

Laut der Wohnraumschutzsatzung (§ 4 Abs. 1 Nr. 1) liegt eine Zweckentfremdung insbesondere dann vor, wenn Wohnraum “mit mehr als der Hälfte der zur Verfügung stehenden Wohnfläche für gewerbliche oder berufliche Zwecke verwendet oder überlassen wird”. Darunter fällt auch die dauerhafte Nutzung als Ferienwohnung oder die gewerbliche Vermietung von Gästezimmern.

Die befristete Vermietung Ihrer möblierten Wohnung fällt in Köln nicht unter das Zweckentfremdungsverbot, wenn Ihre Wohnung zum tatsächlichen Wohnen genutzt wird. Dabei gibt es keine Mindestmietdauer, solange Sie nicht tage- oder wochenweise, sondern für einen längeren Zeitraum vermieten. Um sicherzugehen, dass Ihre Wohnung tatsächlich zu Wohnzwecken genutzt wird, empfehlen wir, Ihre Wohnung mindestens für einen vollen Monat zu vermieten und eine monatliche Miete zu vereinbaren.

Die Stadt Köln wertet es ebenfalls nicht als Zweckentfremdung, wenn Sie Ihre selbst genutzte Wohnung bis zu sechs Wochen im Jahr an andere überlassen, beispielsweise während eines Auslandsaufenthaltes. Die gewerbliche Vermietung ohne Genehmigung ist jedoch untersagt.

Auch wenn Sie Ihre komplette eigene Wohnung für einen längeren Zeitraum zu Wohnzwecken untervermieten, handelt es sich nicht um Zweckentfremdung. Bitte beachten Sie, dass Sie für die Untervermietung Ihrer selbst genutzten Mietwohnung jedoch die Erlaubnis Ihres Vermieters benötigen. Alle wichtigen Regelungen zum Thema Untervermietung haben wir hier für Sie zusammengestellt: Untervermietung – Darauf sollten Sie achten.

Wann benötige ich in Köln eine Genehmigung für die Vermietung meiner möblierten Wohnung?

Für die befristete Vermietung Ihrer möblierten Wohnung mit Wunderflats benötigen Sie keine Genehmigung, sofern Sie diese zum tatsächlichen Wohnen vermieten.

Wenn Sie Ihre gesamte Wohnung dauerhaft als Ferienwohnung vermieten möchten, benötigen Sie hingegen eine behördliche Genehmigung. Diese wird nur in Ausnahmefällen erteilt, da die Nutzung von Wohnraum zu anderen Zwecken als zum Wohnen in Köln grundsätzlich verboten ist. 

Gebühren und Bußgelder bei Verstoß gegen das Zweckentfremdungsverbot in Köln

Für die Erteilung der Genehmigung zur Zweckentfremdung von Wohnraum wird eine Gebühr von 110 bis 210 Euro je Wohneinheit erhoben, wobei die Gebühr auf maximal 800 Euro je Gebäude beschränkt ist. Wenn der Antrag abgelehnt oder vom Antragsteller zurückgenommen wird, fällt je nach Aufwand eine Gebühr zwischen 50 und 100 Euro je Wohnung an. Bei einer zweckentfremdungskonformen Vermietung von möblierten Wohnungen auf Zeit mit Wunderflats entstehen diese Gebühren nicht.

Eine ungenehmigte Zweckentfremdung von Wohnraum stellt eine Ordnungswidrigkeit dar, die mit einem Bußgeld in Höhe von bis zu 50.000 Euro geahndet werden kann.

Zuständige Behörden in Köln

Für Fragen zur Zweckentfremdung von Wohnraum ist in Köln das Amt für Wohnungswesen zuständig. Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite der Stadt Köln.

Möbliert Vermieten auf Zeit mit Wunderflats in Köln

In Köln nutzen bereits tausende Vermieter Wunderflats.com, um ihre möblierte Wohnung zweckentfremdungskonform zu vermieten. Über Wunderflats können Sie Ihre möblierte Wohnung im Vergleich zur kurzfristigen Ferienvermietung sicher und unkompliziert zum Zeitwohnen vermieten, wie wir in unserem Artikel Airbnb vs. Wunderflats: Vermietungsportale im Vergleich für Sie zusammengefasst haben.

 

Bitte beachten Sie: Die Inhalte dieser Seite wurden zu Ihrer Information erstellt und die Sozietät Heuking Kühn Lüer Wojtek mit der Überprüfung der rechtlichen Korrektheit beauftragt. Eine Rechtsberatung ersetzt dieser Eintrag jedoch nicht. Für Rechtsberatung in Ihrem konkreten Fall wenden Sie sich bitte an einen Anwalt. Frau Lena Sieven von der Sozietät Heuking Kühn Lüer Wojtek steht Ihnen hierfür gerne zur Verfügung, wenn Sie ihr einen Auftrag erteilen.

Porträt von Anwältin Lena Sieven

Lena Sieven

Associate

Anwältin für Gesellschaftsrecht, Immobilienrecht, Investmentfonds, Prozessführung und Öffentliches Recht

Tel: +49 40 35 52 80-35

E-Mail: l.sieven@heuking.de

Verfasst von

Katharina Meinecke

Katharina Meinecke ist seit 2020 Autorin bei Wunderflats. Sie hat bereits in vielen Ländern gelebt und kennt daher die Bedürfnisse beim möblierten Wohnen auf Zeit aus erster Hand.

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